WRC

4. August 2012

Rallye Finnland: Zwei MINI WRC im Ziel.

Spektakuläre Sprünge, atemberaubendes Tempo und anspruchsvolle Prüfungen: Alles das haben zwei von drei Fahrerteams im MINI WRC bei der Rallye Finnland gemeistert und am Ende das Ziel erreicht.

Dem Prüfungsprogramm in Finnland mangelt es an Abwechslung nicht. Enge, kurvenreiche Passagen folgen auf lange, flüssige Streckenabschnitte, auf denen zum Teil Geschwindigkeiten von über 120 Stundenkilometern gefahren werden. Und dann die Sprünge wie der legendäre „Urrian Hyppyjä“, bei dem die Rallyepiloten atemberaubende Flugeinlagen zum Besten geben. Zuschauer kommen bei der Rallye Finnland locker auf ihre Kosten. Aber den Teilnehmern verlangt der WRC-Lauf im hohen Norden Europas permanent höchste Konzentration ab und zählt zu den anspruchsvollsten Events im WRC-Kalender. Jeder, der das Ziel erreicht, darf sich auf die Schulter klopfen. So auch zwei von drei Fahrerteams im MINI John Cooper Works WRC, die bei der Rallye Finnland 2012 am Start waren.

18 Prüfungen und 302,82 Prüfungskilometer haben Armindo Araujo und Paulo Nobre mit ihren Beifahrern an drei Tagen gemeistert und am Ende ihren MINI WRC ins Ziel gebracht. Dass es auf dem Weg dorthin nicht auch einige Herausforderungen zu bestehen galt, ist klar. Doch im Ziel überwog zunächst einmal die Freude über die erfolgreich bestandene Aufgabe. „Es war fantastisch, diese wunderbaren Prüfungen hier in Finnland fahren zu können“, sagte Paulo vom WRC Team MINI Portugal. Im dritten Anlauf konnte der Brasilianer zum ersten Mal seinen Auftritt in Finnland beenden, nachdem er 2010 und 2011 vorzeitig aufgeben musste – damals noch in einem Mitsubishi. Dieses Mal, im MINI WRC, erreichte Paulo das Ziel.

Armindo Araujo: Rhythmus gefunden.

Einen versöhnlichen letzten Tag in Finnland erlebte unterdessen Armindo Araujo, der an den ersten beiden Tagen sowohl mit seinen Pace Notes als auch mit dem Setup seines Wagens haderte und entsprechend schwer zu seinem Rhythmus fand. Am Samstag meldete Armindo schließlich: „Alles läuft viel besser.“ Nach einigen technischen Nachbesserungen hatten die Mechaniker vom WRC Team MINI Portugal das richtige Setup für Armindo gefunden. Selbst ein gebrochenes Lenkgestänge auf der 16. Prüfung, das in der anschließenden Service-Pause problemlos ausgetauscht wurde, konnte den Portugiesen auf dem Weg ins Ziel nicht mehr aufhalten.

Einen Pechvogel, wie er im Buche steht, muss man leider Riku Tahko nennen, der bis zur vorletzten Prüfung den durchweg geschmeidigsten Auftritt in Finnland hatte. Bei seinem ersten Start im MINI WRC führte der Finne bei seinem Heimspiel die drei Teams im MINI WRC im Gesamtstand weitgehend an und war sowohl mit seiner Leistung als auch mit seinem neuen Freund, dem MINI WRC, äußerst zufrieden. Alles lief perfekt für Riku – bis zur 17. Prüfung, als er kurz nach dem ersten Zeitmessungspunkt von der Strecke abkam. Der Schaden an seinem Fahrzeug stellte sich als zu groß heraus, so dass Riku seine Fahrt nicht fortsetzen konnte. Dennoch kann der 27-Jährige stolz auf sein Debüt im MINI WRC sein und hat sich in jedem Fall beim TOK Sport Team mit seiner Leistung in Finnland für weitere Einsätze empfohlen.

An der Spitze des Gesamtfeldes nicht zu stoppen war einmal mehr Sébastien Loeb. Der aktuelle Weltmeister lieferte von der ersten Prüfung an einen nahezu perfekten Durchmarsch zum Gewinn der Rallye Finnland ab und konnte dabei alle Attacken seines Teamkollegen Mikko Hirvonen kontern. Hirvonen belegte am Ende mit 6,1 Sekunden Rückstand Platz zwei vor Jari-Matti Latvala, der damit das Podium in Finnland komplett machte. MINI Motorsport gratuliert allen Teilnehmern zu einem großartigen WRC-Lauf. Weitere Infos zur Rallye Finnland finden Sie bei Facebook.com/MINImotorsport und Twitter.com/MINImotorsport.

Top 5:  1. Loeb, 2. Hirvonen, 3. Latvala, 4. P. Solberg, 5. Ostberg, mehr. Zur Fahrerwertung.

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