WRC
1. April 2012MINI mit dem Max-Prinzip.
Witterung extrem, Herausforderung extrem – Dani Sordo sicherte dem MINI John Cooper Works WRC am vierten Tag der Rallye Portugal WM-Punkte. Und feierte den wichtigsten von sechs WP-Siegen.
Letzter Showdown, letztes Aufbäumen, letzte Chance: Dani Sordo hat bei der Rallye Portugal mit dem MINI John Cooper Works WRC auf der sogenannten Power Stage den Coup des Tages gelandet. Platz drei, vier, zwei und wieder vier – die ersten Wertungsprüfungen des Sonntags brachten Sordo gute Resultate. Bis der Regen kam. Sintflutartiger Niederschlag und ein Reifenschaden auf der vorletzten Wertungsprüfung beendeten den „Lauf“ des Spaniers in Prodrive-Diensten. Doch er nahm ihm nicht das Selbstvertrauen. Denn die letzte Prüfung des Sonntags, die letzte der gesamten Rallye war als Power Stage ausgeschrieben. Und damit WM-Punkte für die ersten Drei. Gefragt war Mut und ein unerschütterlicher Gasfuß.
Denn die Bedingungen verbesserten sich vor der 22. und finalen Prüfung nicht im geringsten – kontinuierlicher Regen machte die letzten fünf Kilometer und 80 Meter zu einer wahren Rutschpartie. Sordo-Wetter. Denn Sordo verwies Jari-Matti Latvala im Ford um drei Zehntelsekunden auf Platz zwei. Sieg und drei Punkte für das WM-Konto – von Gesamtrang zwölf das Maximum, das der Sonntag MINI und Prodrive einbringen konnte. „Zu Beginn war der Regen heftig und die Bedingungen schwierig. Doch ich habe wirklich das Maximum herausgeholt“, so Sordo. „Mit dem Handling des MINI bin ich überglücklich. Ich hatte ein paar gute Momente bei dieser Rallye und deswegen bin ich mit viel Selbstvertrauen gestartet.“
Araujo verpasst selbstgestecktes Ziel.
Sordo war nach Rückschlägen an den vorangegangenen Rallye-Tagen als Gesamtzwöfter auch bester MINI Vertreter in der Endabrechnung. Armindo Araujo beendete seine Heimrallye auf der 16. Position – allerdings fern vom selbstgesteckten Ziel Top zehn. „Zugegeben, den Verlauf der Rallye Portugal hatte ich mir etwas anders und vor allem erfolgreicher vorgestellt. Der MINI war an diesem Wochenende einfach gut“, so Araujo, der sich auf der vorletzten Prüfung wie Sordo einen Plattfuß einfing. „Sie trotz des Pechs als bester Portugiese zu beenden, versöhnt etwas.“
Den guten Nachrichten folgt eine schlechte: Während Sordo und Araujo auf der vorletzten Prüfung bei Weltuntergangsbedingungen mit Reifenschäden glimpflich davonkamen, erwischte es Patrik Sandell heftiger. Der Schwede überschlug sich und schied aus.
Dennoch zieht MINI nach der Rallye Portugal nach Aufs und Abs positive Bilanz. Dank sechs von 22 möglichen WP-Siegen. Und Dank des Coup des Tages durch Dani Sordo.